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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 22,60 € |
22,00 € |
+0,60 € |
+2,73 % |
17.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005565204 |
556520 |
- € |
- € |
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Dürr-Aktie: Capex bleibt hoch 11.07.2012
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Dürr (ISIN DE0005565204 / WKN 556520) weiterhin mit "kaufen" ein.
Die Dürr AG erziele rund 80% der Umsätze mit der Automobilindustrie und dort vor allem mit Lackieranlagen. Rund drei Viertel des Auftragseingangs seien zuletzt in den Emerging Markets erzielt worden. Dies stelle eine Kombination dar, auf die der Markt derzeit aufgrund der Nachrichtenlage kritisch blicke. Die Analysten würden diese Skepsis nicht teilen und die Aktie deshalb als interessantes Investment ansehen.
Die Investitionen der OEMs würden nach Erachten der Analysten auf einem hohen Niveau bleiben. In den Emerging Markets gebe es einen Kampf um Marktanteile, in dem es für OEMs sehr nachteilig wäre, aufgrund derzeit negativer volkswirtschaftlicher Nachrichten die Investitionen zu kürzen. Neben dem chinesischen Markt (hier arbeite Dürr auch mit allen chinesischen OEMs zusammen), sehe man für Dürr in den nächsten Jahren große Chancen in Russland und Südostasien. Durch die hohen Installationen in China in den letzten Jahren gebe es dort nun ein hohes Servicepotenzial, welches es abzugreifen gelte. Man gehe davon aus, dass die Bruttomarge im Service zwei- bis dreimal so hoch sei wie im Maschinen- und Anlagenbau.
In den etablierten Märkten würden sich zwei Trends abzeichnen: Die OEMs würden Ersatzinvestitionen tätigen. Die neuen Werke in den Emerging Markets seien moderner als viele westliche Werke. Dies wirke sich positiv auf die Stückkosten und auch auf die Energiebilanz (was wiederum die Stückkosten senke) aus. Dies erhöhe nach Erachten der Analysten den Druck, auch die westlichen Werke an die neuesten Standards anzugleichen. Stetig steigende Modellvarianten seien ein weiterer Treiber für nachhaltig hohe Investitionen. Bis 2015 würden die deutschen OEMs planen, ihre Modellpalette um 40% zu erweitern.
Die Gesellschaft habe vor kurzem die Prognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht. Der Auftragseingang solle nun bei mindestens 2,5 Mrd. EUR, der Umsatz bei etwa 2,3 Mrd. EUR und die EBIT-Marge bei 6,5 bis 7,0% liegen. Der Konsens sei daraufhin gestiegen und liege nun beim Umsatz bei 2,28 Mrd. EUR und beim EBIT bei 150 Mio. EUR (Marge: 6,6%). Die Analysten würden davon ausgehen, dass Dürr einen Umsatz von rund 2,4 Mrd. EUR sowie ein EBIT von 172 Mio. EUR erreichen könne. Somit habe der Konsens für 2012 (2013) noch 12% (20%) Potenzial nach oben.
Als kurzfristigen Treiber für die Aktie sehe man somit einen weiter steigenden Konsens, als langfristigen Treiber unverändert hohe Investitionen der OEMs. Den fairen Wert der Aktie sehe man auf Basis eines DCF-Modells, eines CF-Yield- Modells und eines Peer-Group-Vergleichs bei 76 EUR.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe raten die Dürr-Aktie weiterhin zu kaufen. Das Kursziel sehe man bei 76 EUR. (Analyse vom 11.07.2012) (11.07.2012/ac/a/d)
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